Stubentiger und Streuner

Von Herbert Hirtl
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Na gut, ich bin auch nicht gerade erfreut, wenn eine freche streunende Katze oder ein frecher streunender Kater meinen Garten als Toilette benützt.
Als ausgewiesener Katzenfan, der bereits mehr als 35 Jahre mit Katzen zusammen gelebt hat und daher mit den Verhaltensweisen von Fellnasen bestens vertraut ist, ist obiges aber natürlich keine Katastrophe.
Ich entferne das Hinterlassene, sofern ich es überhaupt finde, denn Katzen sind durchaus reinliche Zeitgenossen und verbuddeln die Geschäfte meist.
Riechen kann man das übrigens nicht, es sei denn ich bin "live" dabei. Nach kurzer Zeit sind die harten Exkremente geruchsfrei und stören höchstens optisch. Urin ist überhaupt kein Problem - es versickert rückstandsfrei.
Allerdings blöd, wenn dies am Rasen passiert - da bleiben möglicherweise braune Flecken! Na gut, es sind eben Katzen!
Aber eines muss ich sagen: Ich bin grundlegend gegen Freigänger im städtischen Bereich - die Gefahren sind einfach zu groß. Und außerdem brauchen Katzen keinen Freilauf, wichtig ist nur dass der oder die Lebensmensch(en) da ist (sind), die Umgebung ist sekundär. Jedoch: Einmal Freigänger - immer Freigänger. Es grenzt an Tierquälerei Katzen wieder an die Wohnung zu binden. Geht zwar, dauert aber lange.
Katzen, ob Wohnungskatze oder Freigänger, sind ganz wunderbare Geschöpfe - im Gegensatz zu manchen menschlichen Artgenossen und verdienen unseren Schutz und unsere Liebe auch wenn sie vielleicht hie und da in unseren Garten schei....!
Und außerdem dürfen die das - ist gesetzlich geregelt.
Zum Abschluß noch ein Satz aus einem Katzengedicht vom genialen Manfred Deix aus seinem Gedichteband:
"Wer meinen Katzen etwas tut
verliert so zwei drei Liter Blut".
 

Siedlerverein Ponysee

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